Hahnenfuß - das Wunder für die Haut

Eine unserer bekanntesten heimischen Pflanzen ist der Hahnenfuß, auch Butterblume genannt. Seinen Namen Hahnenfuss verdankt diese Pflanze den Blättern, die Ähnlichkeiten mit den Zehen von Hähnen aufweisen.

 

Obwohl bei uns vor allem der Scharfe und der Kriechende Hahnenfuß bekannt ist, wachsen allein in Mitteleuropa 60 verschiedene Arten, weltweit selbst über 2500 Arten dieser Pflanze! Wenn man den Statistiken glauben darf, ist der Hahnenfuss das meist vertretene Kräutlein in Deutschland. Doch ist der Hahnenfuß auf diese nationale Ehre nicht angewiesen, ist er doch ein richtiggehender Kosmopolit, der beinahe überall auf der Erde vertreten ist. Er hat es geschafft, sich sowohl in Erde, im Sumpf und selbst mitten im Wasser heimisch zu fühlen!

 

Die Blüten der Hahnenfußarten sind meist 5-blättrig und sind vor allen in Gelb- und Weißtönen zu sehen. Hierzulande blüht sowohl der Scharfe als auch Kriechende Hahnenfuß ab Mai und selbst im Oktober erfreut er uns noch mit seiner kräftigen, gelben Blütenpracht.

So mancher hat allerdings mit diesem Wiesenbewohner auf eine andere Art Bekanntschaft gemacht, nämlich beim Laufen über frisch gemähte Wiesen. Der Saft der frischen geschnittenen Pflanzen führt bei empfindlichen Menschen zu Rötungen und Reizungen der Haut. Genau dieses Phänomen hat sich die Homöopathie zunutze gemacht. Nach dem Hahnemann'schen Prinzip - 'similia similibus curentur' = Ähnliches mit Ähnlichem heilen - werden verschiedene Arten des Hahnenfuß bei Hauterkrankungen eingesetzt, wie Gürtelrose, Nesselsucht, Geschwüre, Hautausschläge und Warzen.

 

Alle Hahnenfuß-Arten sind aufgrund verschiedener Giftstoffe, vor allem dem Protoanemonin, als leicht giftig bis giftig deklariert. Daher klingt es verwunderlich, dass dieser Pflanze früher in der Pflanzenheilkunde nicht nur äußerlich sondern auch innerlich Anwendung fand. Z. B. wurde diese Giftigkeit eingesetzt, wenn der Kranke ein Abführmittel benötigte. Dies liegt u. a. daran, dass die Pflanzenkundler sich damals intensiver mit den Pflanzen beschäftigten, ihre Wirkung an sich selbst ausprobieren, und so detaillierte Kenntnisse zur Anwendung und Nebenwirkung besaßen. Viel von dem Wissen ist mittlerweile allerdings verloren gegangen.

Wir können jedoch von einem Teil dieser Kenntnisse noch profitieren. Das frische Kraut lässt sich als Auflage oder Umschlag bei Hautausschlägen, Muskelschmerzen, Rheuma und Gicht verwenden.

 

Für Tiere jedenfalls ist der Hahnenfuß unproblematisch. In frischem Zustand meiden sie ihn, im Heu ist dieses Kraut unbedenklich, denn durch die Trocknung gehen die darin enthaltenen Giftstoffe verloren.

 

Im nächsten Frühjahr, wenn Ihnen dieser bekannte Wiesenbewohner wieder gegenübertritt, erfreuen Sie sich an seinen satten, gelben Blüten. Und wenn Sie Unterstützung für Ihre Haut brauchen, wissen Sie nun: die Natur-Apotheke hält für alles das passende Kraut bereit!