Johanniskraut, das Lichtkraut

Viele Erzählungen und Sagen ranken sich um das Johanniskraut.

So schmückte man sich in früheren Zeiten zum Tanz mit den gelben Blüten des Johanniskrauts. Am Ende der Nacht warf man es dann über einen Bach oder gar über das Hausdach. Dies sollte Glück und Gesundheit für ein ganzes Jahr bewirken.

Ein Kranz aus Johanniskraut am Fenster sorgte dafür, dass das Haus nicht von einem Blitz getroffen wurde - und sollte zudem auch ein Jahr vor ungebetenen Gästen schützen!

 

Dass das Johanniskraut eine vielseitige Pflanze ist, zeigt es uns durch ihre Heilwirkung: als Tee bei Ängsten, Unruhe und Stimmungsschwankungen. Auch die Verdauung wird durch Johanniskraut unterstützt. Und äußerlich angewendet hilft es bei der Nachbehandlung von Verletzungen. 

Ein Öl aus Johanniskraut lässt Muskelschmerzen vertreiben. So nutzen noch heute Menschen, die körperlich hart arbeiten müssen, das Johanniskrautöl zum Einreiben von Armen und Beinen, um sich nach getaner Arbeit zu regenerieren.

 

Wie Sie das Johanniskraut erkennen können? Der sicherste Beweis, dass Sie auch wirklich das echte Johanniskraut in der Hand halten, ist der rote Saft: Sie zerreiben die Blüte oder Knospe zwischen Ihren Fingern. Hierbei tritt der roter Pflanzensaft aus, der sich auch nicht allzu leicht von der Haut entfernen lässt...

Die Blätter sowie die Blütenblätter enthalten zudem Öldrüsen, die als kleine Punkte auch mit bloßem Auge erkennbar sind.

 

Worauf Sie bei der Einnahme oder Anwendung von Johanniskrautprodukten jedoch achten sollten: die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht sich, also nimmt das Risiko eines Sonnenbrands dementsprechend zu.

Dies soll Sie jedoch nicht davon abhalten, die wundervollen Heilkräfte dieser Pflanze zu nutzen. Hier trifft wirklich der bekannte Spruch zu: Gegen alles ist ein Kraut gewachsen!