Dryaden und Devas

Das Wort Deva kommt aus dem Sanskrit und ist eine indische Bezeichnung für die ›Gott dienenden‹ Götter, ›die Himmlischen‹ oder ›die Leuchtenden‹. Sie sind über
irdische Wesen, die vor allem im Hinduismus und Buddhismus eine Rolle spielen.

Dieser Name wird mittlerweile immer öfter für die Bezeichnung von Pflanzenwesen im  Allgemeinen verwendet, was unter anderem dem bekannten Kulturanthropologen und Ethnobotaniker Dr. Wolf-Dieter Storl zu verdanken ist. Auch Flower A. Newhouse, eine bekannte Mystikerin, spricht von den Devas der Natur.

 

Dryaden hingegen sind Baumgeister in der Griechischen Mythologie, genauer gesagt 
sind sie die Seelen der Eichen. Das griechische Wort ›drys‹ bedeutet ›Baum, Eiche‹. Der Begriff Dryade wurde im Laufe der Zeit für die Seelen auch anderer Baumarten verwendet.

 

Manche Menschen sprechen sowohl für Kräuter- als auch Baumseelen von Devas. Ich selbst empfinde diesen wörtlichen Unterschied – Deva für die Seele von Kräutern und Dryade für die Seele von Bäumen – eindeutiger, deshalb habe ich sie in meinen Sprachgebrauch übernommen.

Dryaden und Devas des Pflanzenreiches sind lichtvolle Wesen, die ich als die Seelen der Pflanzen bezeichnen möchte.  So wie auch wir eine Seele haben, die unsterblich ist und nur für einen Moment (ein Menschenleben) an unseren Körper gebunden ist, so haben auch Pflanzen eine Seele, das Licht des Göttlichen.

 

Ich nehme Pflanzen sowohl als Individuum als auch als einen Teil des Ganzen wahr, was meinem Weltbild entsprechend gleichfalls auf uns Menschen zutrifft. Wir Menschen sind hier auf der Erde einzigartig, jeder für sich etwas Besonderes. Aber ›im Himmel‹ oder auf der Ebene des Göttlichen sind wir alle verbunden. Hier gibt es in meinen Augen keine Trennung sondern nur das pure Sein, eine große Einheit.

So fühlen sich für mich auch die Pflanzenwesen, jedes für sich, als eine individuelle Persönlichkeit an. Aber in der Grundschwingung sind alle zusammengenommen wie eine große Wesenheit, eine Ur-Energie.

Manchmal werden Dryaden bzw. Devas im Sinne von ›Hüter des Naturreiches‹ ver
wendet, also lichtvolle Wesen, welche Tiere, Gewässer und Mineralien ›beseelen‹. 

 

In verschiedensten Kulturen galten die Pflanzen früher als Mittler zum Göttlichen, als Chance, uns mit ›dem Ganzen‹, ›der Schöpfung‹ zu verbinden. Wir können auch heute noch andocken an die unerschöpfliche Quelle von Wissen und Weisheit der Natur. Die Begegnung mit einer Pflanzenseele wurde bzw. wird mit Bewusstseinserweiterung und Selbsterkenntnis beschrieben. 

Ich kann dies bestätigen und bin immer wieder erfreut, überrascht und von Erfurcht erfüllt, welch’ tiefe Weisheit aus Pflanzen zu uns sprechen kann. Mein Leben hat sich dadurch entscheidend verändert und in einem Maße bereichert, was jenseits meiner Vorstellungskraft lag!

 

Letztendlich darf hier jeder für sich fühlen und prüfen, was stimmig ist und was nicht.

Eines ist gewiss: Wenn wir den Pflanzen ganz nahe sind und uns ihnen von unserem Herzen her öffnen, können wir ihre Ausstrahlung wahrnehmen, ihre Energie. Wir kommen zur Ruhe, finden zu uns, und fühlen uns danach wieder frisch und lebendig. Was für eine wundervolle Kraft!